Am Moorstich in Bad Meinberg erkennt man deutlich die unterschiedlichen Moorfelder, die durch Dämme voneinander getrennt sind. Diese 16 Moorfelder ermöglichen einen zeitlich und räumlich differenzierten Moorabbau und die anschließende Regeneration und Neubildung des Torfes. Durch den Wechsel zwischen Abbau- Regenerationsphasen sowie die Rückführung des bereits „genutzten“ Moores aus den Badeeinrichtungen in die Regenerationsbecken wird die Neubildung des Moores unterstützt. Darüber hinaus kommt diese Methode insbesondere den natürlichen Ressourcen zu Gute und führt nicht zu unnötigen Belastungen dieses sensiblen und wertvollen Lebensraumes, wie beispielsweise den hier vorkommenden Pflanzen. Die vorherrschende, typische Vegetation besteht hauptsächlich aus Schilfgräsern, Binsen, Sauergräsern und Moosen.
Bedenkt man die Wachstumsgeschwindigkeit eines Moores mit circa 1-2 mm pro Jahr, so erreicht man abbaubare Torfschichten, sogenannte Torfmächtigkeiten, erst nach langer Zeit. Ca. 15 Jahre dauert es, bis eine abbaubare Torfmächtigkeit neu entstehen kann. Die Rückführung über die Pipeline bildet so einen für die Natur wichtigen Kreislauf, das „Moor-Recycling“.
Durch nachhaltiges und zukunftsorientiertes Denken wird so nicht nur die Erhaltung des Moorbades Bad Meinberg, sondern auch die Einzigartigkeit der hier vorhandenen Natur und Vegetation über Generationen hinaus gesichert.


